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Edition Kloster Maulbronn Peter Iljitsch Tschaikowsky: |
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Pjotr Iljitsch Tschaikowski (1840-1893) ist der wohl bedeutendste russische Komponist des 19. Jahrhunderts. "Souvenir de Florence" entstand in seiner späten Schaffensperiode im Jahre 1890 als Dank für seine Aufnahme als Ehrenmitglied der Kammermusik-Vereinigung St. Petersburg. Ursprünglich für Streichsextett (je zwei Violinen, Bratschen und Celli) geschrieben, bearbeitete er es später für Streichorchester. Der Titel "Erinnerung an Florenz" hat seinen Ursprung aus der Tatsache, dass Tschaikowski während eines Besuchs in Florenz mit der Arbeit an dem Werk begonnen haben soll. Der zweite Teil dieses Konzerts in der Klosterkirche Maulbronn beginnt mit dem "Kammerkonzert für Flöte, Englischhorn und Streichorchester" des französisch-schweizerischen Komponisten Arthur Honegger (1892-1955), komponiert im Jahre 1948. Honegger, der einen großen Teil seines Lebens in Paris verbrachte, gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der "Groupe des Six", ein freier Zusammenschluss der sechs französischen Komponisten Georges Auric, Louis Durey, Arthur Honegger, Darius Milhaud, Francis Poulenc und Germaine Tailleferre, die sich im Jahre 1918 um den Schriftsteller Jean Cocteau bildete - auch wenn Honeggers Musik in einer gewissen Distanz zur offiziellen Ästhetik der Gruppe stand. Arthur Honegger komponierte insgesamt etwa 200 Werke. Sein Porträt ziert u.a. eine Serie von 20-Franken-Geldscheinen aus dem Jahre 1996.
Die Impromptus Opus 5, Nr. 5 & 6 von Jean Sibelius (1865-1957) führen uns nach Finnland an den Übergang von der Spätromantik zur Moderne. Sibelius war bemüht die bestehenden tonalen Strukturen aufzubrechen, zu erweitern und neu zu ordnen, ohne sie jedoch - wie in der Atonalen- und Zwölftonmusik praktiziert - ganz zu verlassen. Er schrieb die Impromptus im Jahre 1893 für Klavier Solo und arrangierte sie selbst für Streichorchester. "Was ich zu bieten habe, ist klares, kaltes Wasser", schrieb Sibelius in einem Brief an die englische Musikjournalistin Rosa Newmarch 1911, "...ich bin ein Sklave meiner Themen.". Und die Atmosphäre eben jener Themen ist es, die seine Musik so einzigartig macht. Dass zeitgenössiche Werke keineswegs dissonant sein müssen, zeigt uns das "Konzert für Englischhorn und Streichorchester" des englischen Cellisten, Dirigenten und Komponisten Allan Stephenson. 1949 in Wallasey bei Liverpool in England geboren, studierte Stephenson zunächst Cello in Manchester, bevor er 1973 nach Kapstadt (Südafrika) übersiedelte. Neben seiner Karriere als Musiker und Dirigent (er dirigierte im Laufe der Jahre alle bedeutenden Sinfonieorchester Südafrikas) schrieb Stephenson drei Opern, sinfonische Musik und Konzerte für fast alle Orchesterinstrumente. Stilistisch sind seine Kompositionen der spätromantischen englischen Schule zuzuordnen, wobei moderne Rhythmen und Harmonien durchaus auch ihren Platz in der Musik finden. Stephensons Credo, dass Musik den Zuhörer unterhalten bzw. erfreuen soll, wird dabei immer offenkundig. Das Konzert für Englischhorn und Streichorchester umfasst drei Sätze: einen mit einer langsamen Einleitung versehenen Kopfsatz, einen traditionell gehaltenen, sehr innigen, hochromantischen langsamen Satz und ein schnelles Finale. Die Musik ist im Stil der englischen Spätromantik komponiert und lässt immer wieder Assoziationen zur Filmmusik zu. Sie hören hier die Welturaufführung dieses Werks am 9. Juli 2010 in der Kirche des Klosters Maulbronn. |
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Titelliste & Werke Peter Iljitsch Tschaikowsky: |
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Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim
Auf seinem Erfolgsweg hat das Südwestdeutsche Kammerorchester neben etlichen Rundfunkaufnahmen für fast alle europäischen Sender ca. 250 Schallplatten und CDs eingespielt, von denen eine ganze Reihe mit internationalen Preisen (Grand Prix du Disque, Monteverdi-Preis, Artur-Honegger-Preis) ausgezeichnet wurden. Zahlreiche Uraufführungen (Jean Françaix, Harald Genzmer, Enjott Schneider, Mike Svoboda) belegen seine Kompetenz auch für die zeitgenössische Musik. Auch heute musiziert das Kammerorchester mit Solisten von Weltruf wie Cyprien Katsaris, Gidon Kremer, Mischa Maisky, Sabine Meyer oder Frank Peter Zimmermann. Mit ihnen - aber auch mit den vielversprechendsten Nachwuchskünstlern - war es in den letzten Jahren in ganz Europa (Prager Frühling und Prager Herbst, Schleswig-Holstein-Musikfestival, Schwetzinger Festspiele, Flandern-Festival, Festival Euro Mediterraneo Rom, OsterKlang Wien, Sala Verdi Mailand, Auditorio Nacional Madrid, Berliner Philharmonie), in den USA und in Japan zu Gast. Mit neuen Programmideen erweitert das Ensemble seine musikalische Bandbreite. So war es mit Giora Feidman und Facundo Ramirez in den großen Konzertsälen Europas mit Klezmermusik und argentinischer Folklore (Misa Criolla) unterwegs, hat Schulprojekte und Kinderkonzerte entwickelt und Produktionen in den Bereichen Musik und Literatur, Figurentheater, Kammeroper ("Cosi fan tutte" unter Manfred Honeck), Tanz (Nina Corti) und Kabarett (Lars Reichow) realisiert. |
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Authentic Classical Concerts zu veröffentlichen, heisst für uns, herausragende Aufführungen und Konzerte für die Nachwelt festzuhalten und zu vermitteln. Denn Künstler, Publikum, Werk und Raum treten in einen intimen Dialog, der in Form und Ausdruck - in seiner Atmosphäre - einmalig und unwiederbringlich ist. Diese Symbiose, die Spannung der Aufführung dem Hörer in all ihren Facetten möglichst intensiv erlebbar zu machen, indem wir die Konzerte direkt in Stereo-Digital aufzeichnen, sehen wir als Ziel, als Philosophie unseres Hauses. Das Ergebnis sind einzigartige Interpretationen von musikalischen und literarischen Werken, schlichtweg - audiophile Momentaufnahmen von bleibendem Wert. Blühende Kultur, dem Publikum vor Ort und nicht zuletzt auch Ihnen zur Freude, sind somit jene Werte, welche wir in unseren Editionen und Reihen dokumentieren. Die Konzerte im UNESCO Weltkulturerbe Kloster Maulbronn, bieten in vielfacher Hinsicht die idealen Voraussetzungen für unser Bestreben. Es ist wohl vor allem die Atmosphäre in den von romantischem Kerzenlicht erhellten Gewölben, der Zauber des Klosters in seiner unverfälschten sakralen Ausstrahlung und Ruhe, die in ihrer Wirkung auf Künstler und Publikum diese Konzerte prägen. Renommierte Solisten und Ensembles der grossen internationalen Bühnen sind gerne und vor allem immer wieder hier zu Gast - geniessen es in der akustisch und architektonisch vollendeten Schönheit des Weltkulturerbes in exquisiten Aufführungen weltliche und sakrale Werke darzubieten, die wir in unserer Edition Kloster Maulbronn dokumentieren. Andreas Otto Grimminger & Josef-Stefan Kindler |