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MP3 Hörproben aus der CD
Eine audiophile Produktion in Direkt-2-Track-Stereo

Edition Kloster Maulbronn
Konzert für Streichorchester,
Flöte & Englischhorn
Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim
Künstl. Leitung: Sebastian Tewinkel

Gast-Solisten:
Christoph Renz ~ Flöte
Mirjam Budday ~ Englischhorn (Cor Anglais)

Peter Iljitsch Tschaikowsky:
Souvenir de Florence
für Streicher, Op. 70

Arthur Honegger:
Concerto da camera
für Flöte, Englischhorn & Streichorchester, H 196

Jean Sibelius:
Impromptu für Streichorchester
nach Op. 5 Nr. 5 und 6

Allan Stephenson:
Konzert für Englischhorn & Streichorchester

Ein Konzertmitschnitt von Andreas Otto Grimminger
und Josef-Stefan Kindler aus der Kirche des
UNESCO-Weltkulturerbes Kloster Maulbronn
in Zusammenarbeit mit Jürgen Budday,
vom 9. Juli 2010.

Tonmeister: Andreas Otto Grimminger.
Mastering: Andreas Otto Grimminger & Josef-Stefan Kindler.
Photography: Josef-Stefan Kindler.
Artwork & Coverdesign: Josef-Stefan Kindler.

CD Audio, DDD, Spielzeit: ca. 75 Minuten,
KuK 101, ISBN 978-3-942801-01-0, EAN 42 6000591 074 2
Copyright by K&K Verlagsanstalt anno 2011.

Pjotr Iljitsch Tschaikowski (1840-1893) ist der wohl bedeutendste russische Komponist des 19. Jahrhunderts. "Souvenir de Florence" entstand in seiner späten Schaffensperiode im Jahre 1890 als Dank für seine Aufnahme als Ehrenmitglied der Kammermusik-Vereinigung St. Petersburg. Ursprünglich für Streichsextett (je zwei Violinen, Bratschen und Celli) geschrieben, bearbeitete er es später für Streichorchester. Der Titel "Erinnerung an Florenz" hat seinen Ursprung aus der Tatsache, dass Tschaikowski während eines Besuchs in Florenz mit der Arbeit an dem Werk begonnen haben soll.

Der zweite Teil dieses Konzerts in der Klosterkirche Maulbronn beginnt mit dem "Kammerkonzert für Flöte, Englischhorn und Streichorchester" des französisch-schweizerischen Komponisten Arthur Honegger (1892-1955), komponiert im Jahre 1948. Honegger, der einen großen Teil seines Lebens in Paris verbrachte, gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der "Groupe des Six", ein freier Zusammenschluss der sechs französischen Komponisten Georges Auric, Louis Durey, Arthur Honegger, Darius Milhaud, Francis Poulenc und Germaine Tailleferre, die sich im Jahre 1918 um den Schriftsteller Jean Cocteau bildete - auch wenn Honeggers Musik in einer gewissen Distanz zur offiziellen Ästhetik der Gruppe stand. Arthur Honegger komponierte insgesamt etwa 200 Werke. Sein Porträt ziert u.a. eine Serie von 20-Franken-Geldscheinen aus dem Jahre 1996.

Die Impromptus Opus 5, Nr. 5 & 6 von Jean Sibelius (1865-1957) führen uns nach Finnland an den Übergang von der Spätromantik zur Moderne. Sibelius war bemüht die bestehenden tonalen Strukturen aufzubrechen, zu erweitern und neu zu ordnen, ohne sie jedoch - wie in der Atonalen- und Zwölftonmusik praktiziert - ganz zu verlassen. Er schrieb die Impromptus im Jahre 1893 für Klavier Solo und arrangierte sie selbst für Streichorchester. "Was ich zu bieten habe, ist klares, kaltes Wasser", schrieb Sibelius in einem Brief an die englische Musikjournalistin Rosa Newmarch 1911, "...ich bin ein Sklave meiner Themen.". Und die Atmosphäre eben jener Themen ist es, die seine Musik so einzigartig macht.

Dass zeitgenössiche Werke keineswegs dissonant sein müssen, zeigt uns das "Konzert für Englischhorn und Streichorchester" des englischen Cellisten, Dirigenten und Komponisten Allan Stephenson. 1949 in Wallasey bei Liverpool in England geboren, studierte Stephenson zunächst Cello in Manchester, bevor er 1973 nach Kapstadt (Südafrika) übersiedelte. Neben seiner Karriere als Musiker und Dirigent (er dirigierte im Laufe der Jahre alle bedeutenden Sinfonieorchester Südafrikas) schrieb Stephenson drei Opern, sinfonische Musik und Konzerte für fast alle Orchesterinstrumente. Stilistisch sind seine Kompositionen der spätromantischen englischen Schule zuzuordnen, wobei moderne Rhythmen und Harmonien durchaus auch ihren Platz in der Musik finden. Stephensons Credo, dass Musik den Zuhörer unterhalten bzw. erfreuen soll, wird dabei immer offenkundig. Das Konzert für Englischhorn und Streichorchester umfasst drei Sätze: einen mit einer langsamen Einleitung versehenen Kopfsatz, einen traditionell gehaltenen, sehr innigen, hochromantischen langsamen Satz und ein schnelles Finale. Die Musik ist im Stil der englischen Spätromantik komponiert und lässt immer wieder Assoziationen zur Filmmusik zu. Sie hören hier die Welturaufführung dieses Werks am 9. Juli 2010 in der Kirche des Klosters Maulbronn.



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Titelliste & Werke

Peter Iljitsch Tschaikowsky:
Souvenir de Florence für Streicher, Opus 70
1. I: Allegro con spirito 10:42 ~ 2. II : Adagio cantabile e con moto 9:42
3. III : Allegretto moderato 6:12 ~ 4. IV : Allegro vivace 7:31

Arthur Honegger:
Concerto da camera für Flöte, Englischhorn & Streichorchester, H 196
5. I: Allegretto amabile 5:44 ~ 6. II : Andante 6:39 ~ 7. III : Finale: Vivace 3:53

Jean Sibelius:
Impromptu für Streichorchester
Die Impromptus Opus 5, Nr. 5 & 6 für Klavier Solo,
bearbeitet für Streichorchester vom Komponisten selbst
8. Andantino - Meno Andantino 6:23

Allan Stephenson:
Konzert für Englischhorn & Streichorchester
9. I: Lento ma rubato - Allegro 5:49 ~ 10. II : Lento e espressivo 6:06 ~ 11. III : Molto vivace 6:05

Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim
Ein frischer und packender musikalischer Zugriff und stilistische Vielfalt von der Alten bis zur Neuen Musik sind die Erkennungszeichen des Südwestdeutschen Kammerorchesters Pforzheim. Das mit vierzehn Musikern aus sieben Nationen besetzte Ensemble ist eines der ganz wenigen Fulltime-Kammerorchester: So wird eine außergewöhnliche Homogenität und Flexibilität des Klangbildes möglich, die auch in größerer Besetzung mit Bläsern und weiteren Streichern aus einem festen Musikerstamm erhalten bleibt.

Auf seinem Erfolgsweg hat das Südwestdeutsche Kammerorchester neben etlichen Rundfunkaufnahmen für fast alle europäischen Sender ca. 250 Schallplatten und CDs eingespielt, von denen eine ganze Reihe mit internationalen Preisen (Grand Prix du Disque, Monteverdi-Preis, Artur-Honegger-Preis) ausgezeichnet wurden. Zahlreiche Uraufführungen (Jean Françaix, Harald Genzmer, Enjott Schneider, Mike Svoboda) belegen seine Kompetenz auch für die zeitgenössische Musik. Auch heute musiziert das Kammerorchester mit Solisten von Weltruf wie Cyprien Katsaris, Gidon Kremer, Mischa Maisky, Sabine Meyer oder Frank Peter Zimmermann. Mit ihnen - aber auch mit den vielversprechendsten Nachwuchskünstlern - war es in den letzten Jahren in ganz Europa (Prager Frühling und Prager Herbst, Schleswig-Holstein-Musikfestival, Schwetzinger Festspiele, Flandern-Festival, Festival Euro Mediterraneo Rom, OsterKlang Wien, Sala Verdi Mailand, Auditorio Nacional Madrid, Berliner Philharmonie), in den USA und in Japan zu Gast. Mit neuen Programmideen erweitert das Ensemble seine musikalische Bandbreite. So war es mit Giora Feidman und Facundo Ramirez in den großen Konzertsälen Europas mit Klezmermusik und argentinischer Folklore (Misa Criolla) unterwegs, hat Schulprojekte und Kinderkonzerte entwickelt und Produktionen in den Bereichen Musik und Literatur, Figurentheater, Kammeroper ("Cosi fan tutte" unter Manfred Honeck), Tanz (Nina Corti) und Kabarett (Lars Reichow) realisiert.

Sebastian Tewinkel
Künstlerischer Leiter & Chefdirigent
Geboren 1971 in Unna/Westfalen, studierte Sebastian Tewinkel zunächst Violine und Dirigieren an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover. Anschließend absolvierte er ein künstlerisches Aufbaustudium Dirigieren bei Thomas Ungar an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart, das er mit Auszeichnung abschloss und durch Meisterkurse bei Gianluigi Gelmetti und Sir Colin Davis ergänzte. Nach seinem Studium wurde Sebastian Tewinkel mit dem Stipendium der Herbert-von-Karajan-Stiftung Berlin ausgezeichnet und in das Förderprogramm "Dirigentenforum" des Deutschen Musikrates aufgenommen. Kurz darauf gewann er gleich zwei wichtige Wettbewerbe: Im Jahr 2000 erhielt er den 1. (und einzigen vergebenen) Preis beim Internationalen Dirigierwettbewerb der Stiftung Fundação Oriente in Lissabon und 2001 den Bad Homburger Dirigentenpreis. Seit der Konzertsaison 2002/2003 wirkt Sebastian Tewinkel als Künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Südwestdeutschen Kammerorchesters Pforzheim und entwickelte Klang, Stilistik und Programmatik dieses traditionsreichen Ensembles weiter. Als Gastdirigent leitete er inzwischen nahezu alle deutschen Kammerorchester und wurde zu Konzerten, CD- und Rundfunkproduktionen u.a. mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Bamberger Symphonikern, den Münchner Philharmonikern, dem Hamamatsu Philharmonic Orchestra in Japan, dem Iceland Symphony Orchestra, dem Radio-Sinfonie-Orchester Stuttgart, den Festival Strings Lucerne, dem Orquestra Metropolitana Lissabon und dem St. Petersburg Philharmonic Orchestra verpflichtet.

Christoph Renz - Flöte
Christoph Renz, geb. 1976 in Tübingen, studierte bei Prof. A.-G. Tatu in Trosssingen, bei Prof. R. Dohn in Stuttgart sowie bei Prof. M. Kofler am Mozarteum in Salzburg. Desweiteren schloss er ein Meisterklassenstudium für Kammermusik an der Musikhochschule München ab. Die Teilnahme an Meisterkursen bei Flötisten wie Aurèle Nicolet, Jean-Claude Gérard und Emanuel Pahud vervollständigten seine Ausbildung. Er ist vielfacher 1. Bundespreisträger des Wettbewerbs "Jugend musiziert" als Solist wie auch als Kammermusiker, war Stipendiat verschiedener Stiftungen und erhielt 1995 den Sonderpreis der Stadt Erlangen für moderne Musik. 1998 wurde er Preisträger beim Intern. Holzbläserwettbewerb "Pacem in terris" in Bayreuth. 1999 wurde er beim Dt. Musikwettbewerb in Berlin mit einem Stipendium ausgezeichnet und in die Bundesauswahl "Konzerte junger Künstler" gewählt. Er war Jurymitglied bei verschiedenen Wettbewerben, unter anderem in der Vorrunde des ARD Wettbewerbs 2004. Nach vier Jahren als Soloflötist des Bundesjugendorchesters und festen Tätigkeiten beim SWR Sinfonieorchester Baden-Baden/Freiburg sowie beim RSO Stuttgart wurde er mit 20 Jahren stellvertretender Soloflötist beim Rundfunkorchester des Bayerischen Rundfunks München. Seit 2005 ist Christoph Renz 1.Soloflötist der NDR Radiophilharmonie Hannover. Des weiteren ist er Soloflötist des Orchesters der Klangverwaltung München, Mitglied des Arte-Ensembles und des Ensembles "Oktoplus". Zusätzlich hat er seit 2006 einen Lehrauftrag für Flöte an der Hochschule für Musik und Theater Hannover.

Mirjam Budday - Englischhorn (Cor Anglais)
Mirjam Budday, Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes, der Kammermusikstiftung Villa Musica, Rotary-Stipendiatin und Bundespreisträgerin beim Wettbewerb Jugend musiziert studierte Oboe in Stuttgart bei Prof. Ingo Goritzki. Von 2002-03 studierte sie Oboe an der Royal Academy of Music, London bei Tess Miller, Douglas Boyd und Celia Nicklin. Sie nahm an diversen Meisterkursen u.a. bei Prof. Christian Wetzel, Albrecht Mayer, Jonathan Kelly, Alexei Ogrintchouk und Prof. Günther Passin teil. 2004/05 war sie ausserdem Solo-Oboistin des European Union Youth Orchestra (EU-Orchester), mit dem sie im Sommer 2004 eine Tournee durch Skandinavien und die Baltischen Staaten unter der Leitung von Paavo Järvi und Yan Pascal Tortelier unternahm. Des weiteren Engagements bei den Bamberger Symphonikern und dem Deutschen Sinfonieorchester Berlin und regelmäßig Gastmusikerin beim Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim als Solo-Oboistin. 2004 hat sie das Abramski-Trio (Oboe, Fagott, Klavier) gegründet, mit dem sie seither regelmäßig Konzerte gibt. Seit August 2008 ist sie Solo-Englischhornistin der NDR Radiophilharmonie Hannover.


Authentic Classical Concerts zu veröffentlichen, heisst für uns, herausragende Aufführungen und Konzerte für die Nachwelt festzuhalten und zu vermitteln. Denn Künstler, Publikum, Werk und Raum treten in einen intimen Dialog, der in Form und Ausdruck - in seiner Atmosphäre - einmalig und unwiederbringlich ist. Diese Symbiose, die Spannung der Aufführung dem Hörer in all ihren Facetten möglichst intensiv erlebbar zu machen, indem wir die Konzerte direkt in Stereo-Digital aufzeichnen, sehen wir als Ziel, als Philosophie unseres Hauses. Das Ergebnis sind einzigartige Interpretationen von musikalischen und literarischen Werken, schlichtweg - audiophile Momentaufnahmen von bleibendem Wert. Blühende Kultur, dem Publikum vor Ort und nicht zuletzt auch Ihnen zur Freude, sind somit jene Werte, welche wir in unseren Editionen und Reihen dokumentieren.

Die Konzerte im UNESCO Weltkulturerbe Kloster Maulbronn, bieten in vielfacher Hinsicht die idealen Voraussetzungen für unser Bestreben. Es ist wohl vor allem die Atmosphäre in den von romantischem Kerzenlicht erhellten Gewölben, der Zauber des Klosters in seiner unverfälschten sakralen Ausstrahlung und Ruhe, die in ihrer Wirkung auf Künstler und Publikum diese Konzerte prägen. Renommierte Solisten und Ensembles der grossen internationalen Bühnen sind gerne und vor allem immer wieder hier zu Gast - geniessen es in der akustisch und architektonisch vollendeten Schönheit des Weltkulturerbes in exquisiten Aufführungen weltliche und sakrale Werke darzubieten, die wir in unserer Edition Kloster Maulbronn dokumentieren.

Andreas Otto Grimminger & Josef-Stefan Kindler
K&K Verlagsanstalt